Eine kleine Reise durch die Musik

Bericht eingestellt am 10.01.2014, aktualisiert am 02.06.2014

 

>>> Fotos

>>> Video "Ein Mensch ist kein Mensch mehr, ohne Handy!"

>>> Video "One Way Wind"

>>> Video "Butterfly"
>>> Video "Amazing Grace" (mit Scots 'n Breizh)

 

Nun war es endlich so weit: Das kleine Chörchen hatte zu einer kleinen Reise durch die Musik gebeten, und mehr als 200 Mitreisende strömten zum vereinbarten Treffpunkt: Am 06. April 2014 ab 15.15 Uhr öffneten sich die Türen der 12-Apostel-Kirche in Herne-Wanne-Süd. Die gemeinsame Reise sollte mit dem Zug stattfinden, und so warteten bereits die Schaffner am Eingang und lochten und entwerteten so die Fahrkarten. Der Fahrplan wurde verteilt. Begleitet von den Geräuschen ein- und ausfahrender Züge nahmen die Zuschauer ihre Plätze ein. Um Punkt 16 Uhr ertönte der Pfiff des Zugführers, die Türen wurden geschlossen und der Zug setzte sich in Bewegung.
Übernommen wurde der Zug zunächst vom kleinen Chörchen. Musikalisch besangen wir die Freuden aber auch Tücken der heutigen Handy-Generation und führten so dem Zuschauer vor Augen, auf sein Handy für die nächsten 2 ½ Stunden verzichten zu können. Die erste Haltestelle wurde angefahren: „Am Zoo“. Besungen wurden nun in humoristischer Weise das Lama, das niemals zu spucken lernte, der Kuckuck, vom Jäger erschossen, aber jedes Jahr wiederkehrend, das schöne Leben des niemals ins Büro müssenden Huhns sowie das tragische Ende und die glückliche Wiederkehr des Hahns von Onkel Giacometo.
Die Fahrt ging weiter und schon erreichten wir die nächste Haltestelle: „Zur schottischen Wiege“. Unter der Zugführung der Scots ‘n Breizh erklangen schottische Weisen, vorgetragen mit Trommeln und Dudelsäcken, für das Auge veranschaulicht durch entsprechende schottische Trachten. Sehr schön inszeniert hier der Auftritt: Zunächst ein einzelner Dudelsackspieler im Altarraum, kurz danach dann ein zweiter. Als dann schließlich 6 weitere Dudelsackspieler sowie drei Trommler durch die Gänge der Kirche zum Altarraum schritten, ging ein Raunen durch die Kirche: Das Publikum war überrascht von der Größe der Band und nach dem Verlassen der „schottischen Wiege“ derart begeistert von den Scots ‘n Breizh, dass der Applaus zum ersten, aber nicht zum letzten Male an diesem Tage kaum enden wollte.
Weiter ging die Fahrt – nun wieder unter unserer Leitung – zur Haltestelle „12-Apostel-Kirche“. Ein flotter Gospel, ein Lied einer russisch-orthodoxen Liturgie sowie  das „O Herr, führ‘ uns“ kamen schon sehr gut beim Publikum an. Höhepunkt und krönender Abschluss vor dem Zwischenstopp aber war sicherlich das „Oh happy day“, bei dem einmal mehr unsere Sopranistin Beate solistisch glänzen konnte. Dankbarer, kaum endender Applaus führte uns in einen berauschenden Zwischenstopp.
Die Töne, zumindest die des kleinen Chörchens, wurde nun etwas leiser: Wir machten Halt an der Station „Straße der Sehnsucht“, träumten von unserer ersten großen Liebe sowie dem Frieden in der Welt, besangen unseren „Butterfly“ und ersannen uns einen „Weg zurück nach Haus‘“. Das Publikum lauschte aufmerksam und man konnte sehen und fühlen: Jeder war in seinen eigenen sehnsuchtsvollen Gedanken versunken. Wir hatten das Publikum erreicht!
Im „Bretonischen Park“ wurde es dann mit den Scots ‘n Breizh wieder etwas lauter und turbulenter. Die treibenden Rhythmen der gespielten Märsche und Tänze sorgten für den einen oder anderen wippenden Fuß oder Oberkörper. Dank der präzisen Spielweise und dem sich oftmals steigernden Aufbau der Lieder war diese Haltestelle ein Genuss für alle Mitreisenden. Der Applaus machte dies mehr als deutlich.
Die letzte Station wurde angefahren: Die „Insel der Hoffnung“. Das kleine Chörchen erzählte das „Lied des Baumes“, ging mit dem Publikum über die „sieben Brücken“, sang davon, wie schön der Morgen sein kann und landete schließlich beim ABBA-Medley, endend mit der Aussage: „Danke für die Musik“. Alle Lieder voller Hoffnung und den Mitreisenden Mut machend. Auch diese Botschaft kam an, und so bedankte sich das Publikum mit reichlich Applaus.
Höhepunkt des Konzertes war dann sicherlich das von allen Musikern gemeinsam vorgetragene „Amazing Grace“. Hierfür gab es dann sogar stehende Ovationen! Nach einem Geburtstagslied für unsere Sopranistin Beate ließ das Publikum nicht locker und so mussten wir ein zweites Mal das „Amazing Grace“ vortragen.

 

Am Ausgang sammelten wir für das Zeppelin-Zentrum. Hier kamen 473,42 EUR zusammen. Zusammen mit unserer Spende in Höhe von 80,- EUR (Nachlass für die Fahrkarten für die Ehrenamtlichen des Zeppelin-Zentrums) konnten wir so dem Zeppelin-Zentrum nach dem Konzert 553,42 EUR zukommen lassen. Vielen Dank allen Spendern für die Unterstützung!

 

Die Reise klang im Gemeindesaal der 12-Apostel-Kirche aus. Bei einem Getränk und einem kleinen Snack wurde geklönt und man ließ gemeinsam die Reise Revue passieren! Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen!